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Bonnie

Anmeldungsdatum: 03.09.2009 Beiträge: 6796
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Verfasst am: 15.12.2010, 15:37 Titel: 15. Dezember - Weihnachtsgeschichte |
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Um das Haus des Weihnachtsmannes tobte der Schneesturm. Der Schnee fiel so dicht, dass man kaum das Licht sehen konnte, das durch die Fensterscheiben drang. Niemand würde bei diesem Wetter freiwillig die warme Stube verlassen. Und trotzdem kämpfte sich eine dick vermummte Gestalt vornüber gebeugt durch den Sturm. Langsam näherte sie sich der Haustür und versuchte, die Tür zu öffnen, was mit den dicken Fäustlingen, die sie trug, gar nicht so einfach war. Schließlich gab die Person auf und hämmerte energisch gegen die Tür.
Es dauerte nicht lange, die Tür öffnete sich einen winzigen Spaltbreit und ein Zwerg spähte vorsichtig heraus.
"Wer bist du, und was willst du?"
Marie, denn sie war es, lachte, und stieß die Tür ganz auf.
"Schnell, lass mich rein, es ist höllisch kalt hier draussen!"
Eilig trat sie ein und schloss die Tür hinter sich. Dann schüttelte sie sich kräftig, dass der Schnee nur so flog, und begann sich die ganzen Lagen Kleider vom Körper zu zerren, mit denen sie sich eingehüllt hatte.
Ohne lange zu zögern, marschierte sie ins Lesezimmer, wo ihr Mann, wie nun schon üblich, auf der Couch vor sich hin dämmerte.
"Hallo, mein Lieber," begrüsste sie ihn fröhlich.
"Du bist zurückgekommen," fragte der schwach. "Warum? Du hast doch gesagt, du hältst es nicht mehr mit mir aus."
"Ach weisst du", Marie lächelte, "mir ist etwas klargeworden. Wir haben uns versprochen, uns in guten wie in schlechten Tagen zu lieben. In guten Tagen ist das ja einfach, aber worauf es ankommt, das sind die schlechten Tage. Und ich denke doch gar nicht daran, jetzt so einfach aufzugeben. Wir kriegen das schon wieder hin! Und jetzt geh ich erstmal und koch uns eine schöne heiße Suppe. Ich hab nämlich Hunger wie ein Wolf!"
Mit diesen Worten marschierte sie aus dem Zimmer, aber nicht, wie anzunehmen gewesen wäre, in die Küche, sondern Richtung Werkstatt.
Dort bemerkte sie mit zufriedenem Lächeln, dass die Zwerge alle eifrig bei der Arbeit waren. Kurzerhand schnappte sie sich den Oberzwerg.
"Ich sehe, du hast das Ruder in die Hand genommen. Dafür bin ich dir wirklich sehr dankbar. Wir dürfen Weihnachten nicht ausfallen lassen, egal wie, es wird stattfinden."
Der Zwerg verneigte sich und strahlte über das Lob.
"Wir brauchen aber die Rentiere, wenn wir alles schaffen wollen. Zur Not übernehme ich eben den Schlitten. Hast du jemanden, den du ausschicken kannst, die ganze Bande wieder herzuholen?"
Der Zwerg lachte und begann fröhlich zu hüpfen.
"Klar, genau den Richtigen, und er wird sich noch heute auf den Weg machen." _________________
Tu was du willst, aber schade niemandem!
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Verfasst am: 15.12.2010, 15:37 Titel: Werbung |
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